Sanfter Herbstputz: Darum sollten Sie auf Laubbläser und Laubsauger verzichten

Der Herbst malt die Welt in den schönsten Farben. Doch kaum fallen die Blätter, greifen viele Gartenbesitzer zu Laubbläsern und Laubsaugern. Zugegeben: Die Geräte versprechen eine schnelle und bequeme Lösung für das Aufräumen.
Doch Naturschützer warnen eindringlich vor den Folgen. Was auf den ersten Blick nach gründlicher Gartenpflege aussieht, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als ökologisch fragwürdig und sogar schädlich für Mensch und Natur.
Wir zeigen Ihnen einige überzeugende Gründe, warum der Griff zum traditionellen Rechen und zur Gartenschaufel die bessere Wahl ist.
Der Wert des Laubs: Mehr als nur Abfall
Welke Blätter sind kein Müll, sondern haben eine essenziell wichtige Funktion für das Ökosystem in Ihrem Garten:
- Schutz und Nahrung: Das Laub ist das Winterquartier für Igel, Schmetterlingslarven und unzählige Kleintiere wie Käfer, Tausendfüßler und Spinnen.
- Natürlicher Dünger: Beim Verrotten wird das Laub zu nährstoffreichem Humus, der den Boden auf natürliche Weise düngt und verbessert.
- Bodenschutz: Die Laubschicht schützt den Boden vor dem Austrocknen und isoliert ihn bei Frost vor extremen Minustemperaturen.
Wer das Laub radikal entfernt, zerstört diesen natürlichen Kreislauf.
Viele gute Gründe gegen den Einsatz von Laubbläsern und Laubsaugern
1. Lärmbelästigung und Hörschäden
Laubgeräte sind extrem laut. Ihr Schallpegel liegt oft bei über 100 Dezibel, was lauter ist als ein Presslufthammer. Bereits ab 85 Dezibel kann bei längerer Beschallung das Risiko für Hörschäden steigen. Schonen Sie Ihre Ohren und die Ihrer Nachbarn!
2. Schädliche Emissionen
Geräte mit Verbrennungsmotor stoßen gesundheitsschädliche Abgase wie Kohlenwasserstoffe, Stickoxide und Kohlenmonoxid aus. Damit belasten sie nicht nur das Klima, sondern auch die Luftqualität in Ihrer unmittelbaren Umgebung.
3. Massentod in der Tüte
Laubsauger saugen nicht nur Blätter ein. Sie ziehen unbarmherzig Millionen von Kleintieren – darunter Spinnen, Käfer, Asseln und kleine Amphibien – mit ein und zerstückeln sie im Häckselwerk.
4. Lebensgrundlage wird zerstört
Auch Laubbläser wirken zerstörerisch. Sie entreißen Insekten, Igeln und Larven die notwendige Winterschutzdecke und nehmen ihnen die Nahrungsgrundlage. Ein aufgeräumter Garten bedeutet für viele Tiere eine tödliche Bedrohung.
5. Nährstoffentzug im Boden
Wenn Sie Laub radikal entfernen, entziehen Sie dem Boden wichtige Nährstoffe, die er aus dem verrottenden Humus gewinnen würde. Auf Dauer müssen Sie diesen Mangel durch Kunstdünger ausgleichen. Dies stört den natürlichen Kreislauf und kann den Garten anfälliger für Schädlinge machen.
6. Gesundheitsgefahr durch Feinstaub
Der Mini-Orkan, den Laubbläser mit einer Geschwindigkeit von bis zu 300 km/h erzeugen, wirbelt nicht nur Laub auf. Er schleudert auch Feinstaub, Pilzsporen, Mikroben und Tierkot in die Atemluft. Studien zeigen, dass der Einsatz eines Laubbläsers auf Wegen sechs- bis zehnmal so viel Feinstaub aufwirbelt wie ein Besen. Das ist eine direkte Belastung für Ihre Lunge.
7. Pflanzensamen werden weggeweht
Die hohe Windgeschwindigkeit bläst Pflanzensamen weg, die noch nicht gekeimt haben, und verhindert so die natürliche Vermehrung und das Nachwachsen von Jungpflanzen. Laubsauger saugen zarte Keimlinge gleich ganz ein.
8. Zerstörung des Bodenschutzes
Indem die Laubschicht entfernt wird, fehlt dem Boden der natürliche Schutzmantel. Er wird anfälliger für Erosion und extreme Wetterbedingungen.
Die umweltfreundliche Alternative: Zurück zum Rechen
Der beste und umweltfreundlichste Weg, Ihr Grundstück von zu viel Laub zu befreien, ist und bleibt der Rechen und der Besen. Diese klassischen Gartengeräte sind leise, schonen die Tierwelt und verhindern die Feinstaubbelastung.
Unser Tipp: Sammeln Sie das Laub in Ihrem Garten an weniger frequentierten Stellen oder unter Hecken zu Haufen. Dort dient es Igeln als sicheres Winterquartier und wird zu wertvollem Mulch.
In unserer Gartenabteilung finden Sie alles, was Sie für eine naturschonende und effiziente Gartenpflege benötigen: von hochwertigen Rechen und Laubharken bis zu Gartenschaufeln und Kompostbehältern. Schützen Sie die Natur in Ihrem Garten – sie wird es Ihnen danken!






